Hallo Ihr Lieben,

knapp 4 Wochen nun bin ich wieder in den heimischen 4 Wänden und träume immer noch von einem wahnsinnig tollen Urlaub in der südlichen Provence.

Das Frankreich tolle Ecken vorzuweisen hat wusste ich und auch war ich bereits in div. Städten zu Gast. Doch außer in Paris wollte ich nirgends wirklich bleiben. Meist waren die Einheimischen grimmiger als so mancher Ur-Augsburger der ja bekanntlich nicht gerade die Freundlichkeit offen auf der Handfläche trägt. Oder aber mein Gefühl wollte sich einfach nicht auf das was vor mir/uns lag einstellen, doch die Provence lehrte uns etwas anderes.

Bereits auf der Hinfahrt hatte ich ein mega gutes Gefühl was diesen Urlaub anging und mit erreichen des Urlaubsortes wurde es sogar noch stärker. Nach ein paar Minuten, haben mein Mann und ich uns angeschaut und unabhängig voneinander unsere Begeisterung für das Land geteilt. Ich denke, dass spricht mehr als nur für ein Land und einen Urlaub. Aber kommen wir nun zum Wesentlichen, nämlich den Orten die wir rund um die Provence besucht und dem was wir erlebt haben. Viele Insider Tipps in dem Sinne habe ich nicht, denke aber es kann für den ein oder anderen trotzdem von Nutzen sein. 

 Urlaubs Base / “Regusse in der südlichen Provence”

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Die erste Station welche auch unsere Base für 7 Tage war, war das Örtchen Regusse. Umgeben von teils rauer Landschaft und einem knapp 20 minütigen Fahrtweg zum Canyon der Franzosen – der Verdon Schlucht, ein sehr guter Ausgangspunkt für all unsere Ziele.

Was das Örtchen betrifft, so werden die Besucher von den im 15. Jahrhundert gebauten Mühlen empfangen, die auch heute noch das Stadtbild prägen. Auch einen Besuch wert, ist der provinzialische Markt der jeden Sonntag in diesem Örtchen Einzug hält und für besten Geschmack sorgt. Von Ziegenkäse bis hin zu frisch gebackenem Brot, gibt es dort alles. So haben auch wir uns dort umgeschaut, das Treiben genossen und allerhand Leckereien mit nach Deutschland gebracht.

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Die Landschaft/Land kann aber nicht nur kulinarisch was sondern besticht durch Lavendel Felder die sich über Juni und Juli mit einem lila Schleier über die Berge und Felder ziehen. Auch werden die Besucher durch ein unglaublich tolles und klares türkises Wasser begrüßt. Hier warten laut Reiseführer unzählige Bergdörfer und Orte auf seine Touristen. Auch wir haben uns ein wenig im Vorfeld informiert und diverse Ziele angesteuert. Dabei möchte ich aber vorweg nehmen, dass das spontan entdeckte noch um einiges schöner und atemberaubender war als das uns Gezeigte im Reiseführer.

Baudinard sur Verdon

So haben wir beispielsweise das Dorf “Baudinard-sur-Verdon” entdeckt und waren auch hier von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme. Das Dorf ist schnell durchfahren bzw. erforscht, denn es besteht aus nur einer Straße. Hat dafür aber zwei unglaublich tolle Restaurants die auf jeden Fall besucht werden müssen. Während es im einen typisch französische Küche in rustikalem Ambiente gibt, lädt das andere in nüchterner Atmosphäre unter anderem zu Indisch ein. Letzteres haben wir ausprobiert und ich muss sagen, dass ich selbst beim Inder noch nie so ein zartes und gut gewürztes Curry bekommen habe.

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Ich werde Euch mal beide Restaurants verlinken. L`Auberge de Baudinard (hier sollte man allerdings reservieren, denn sonst kann es schnell sein das Ihr eine Abfuhr erteilt bekommt) & Le Chardon (leider gibt es hier keine Internetseite)

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Grand Canyon du Verdon / südliche Provence

Dieser Canyon ist neben der Tara-Schlucht wohl eine der ältersten in Europa und kann dank ihres Alters auf so manche Zeitepoche zurück blicken. Wie und wann und überhaupt, lest Ihr am besten auf Wikipedia nach. Ich möchte Euch mit Geschichtsträchtigen Zahlen nicht langweilen sonder Euch zeigen, was man dort alles erleben und anstellen kann.

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Neben dem üblichen “baden gehen” lässt sich die Schlucht sowohl mit dem Kajak als auch mit dem Schlauchboot erkunden. Rafting Touren werden von den unterschiedlichsten Standorten aus angeboten und so kommen auch die Action Liebhaber auf ihre Kosten. Auch gibt es die Möglichkeit sich dem Wildwasserschwimmen anzunehmen. Hier wird allerdings ungeübten Schwimmern gleich der Zahn gezogen, denn die Strömungen sind teilweise ganz schön heftig und können so zur tödlichen Gefahr werden. Deshalb ist diese Freizeitaktivität nur für sichere und mehr als geübte Schwimmer. Natürlich geht man hier alles auf sein eigenes Risiko ein.

Aber nicht nur zu und im Wasser macht die Schlucht Spaß, nein auch zu Fuß. So tingeln sich unzählige Wanderwege und Pfade um das tolle Türkis die teilweise mit bis zu 6 Stunden laufen andauern können. Aber auch die Kraxler haben so manchen Felsen und Vorsprung für sich beansprucht und zeigen in schwindelerregender Höhe was sie können.

Wir waren zwei Tage lang im Wasser unterwegs, welches auch im September noch locker für eine angenehme Erfrischung sorgt. Auch unsere Vierbeiner finden am Ufer unzählige Plätze wo sie sich richtig austoben und ebenfalls eine kühle Erfrischung genießen können. Hier stört sich wirklich niemand daran, wenn die kleinen und großen Fellnasen über den Strand flitzen und mit einem Satz im Wasser verschwinden.

Manosque

Jetzt kommen wir mal zu einer etwas größeren Stadt die im Reiseführer erwähnt wird. Nun ja, was soll ich sagen oder soll ich überhaupt etwas sagen. Der Mittags Burger sowie die selbstgemachten Kürbis Ravioli waren gar köstlich. Der Rest, gehört in die Kategorie ” gesehen und abgehakt”

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Mir persönlich hat diese Stadt weder zugesagt noch abgesagt. Ich konnte irgendwie nicht so recht raus finden, was man dort unbedingt gesehen haben muss oder eben auch nicht. Im Inneren quasi dem Stadtkern, herrschte zwar leichtes und buntes treiben mehr aber auch nicht. Denn wie in Augsburgs Fußgängerzone, prägten auch hier leerstehende Läden sowie “ausländische Internetshops” das Stadtbild.

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Aups

Die nächste Stadt bzw. Dorf auf unserer Route war Aups. Auch hier besticht der “alte” Stadtkern und lädt seine Besucher zu einer Runde Fassadenseeing ein. Hier habt Ihr allerdings die Chance, in den wenigen Boutiquen und Läden ganz nebenbei zu shoppen oder Euch am Marktplatz das Treiben bei einem Glas Wein anzuschauen.

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Gonfaron / Turtle Farm

Die vorerst letzte Station die ich Euch in diesem Beitrag vorstelle und eigentlich auch nicht. Denn auch dieser Ort wird von unzähligen Reiseführern erwähnt und sollte laut diesen unbedingt besichtigt werden. Aber auch hier, möchte ich sagen dass dieser für uns nur in die Kategorie “gesehen & abgehakt” gehört. Denn schon bei Einfahrt war klar, dass wird nichts. Da half nicht einmal die Legende vom fliegenden Esel aus dem 17. Jahrhundert oder eines der 4 wichtigsten Bauwerke darunter ein Kriegerdenkmal und ein Campanile, quasi ein freistehender Uhrenturm.

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Auch die Turtle Farm, die sich hinterhalb der Stadt befindet war jetzt nicht unbedingt der Dauerbrenner und dennoch hätte ich mich dort den ganzen Tag aufhalten können. Denn die kleinen und auch großen Geschöpfe die irgendwie tapsig durch das staubige Land liefen hatten eine beruhigende Wirkung auf mich, nicht allerdings auf unseren Hund. Wer Kinder hat oder wie ich Gefallen an diesen Tieren findet, für den lohnt sich der leicht kostenspielige Ausflug. Ich habe den Eintritt (15 Euro p.P) einfach als Spende für diese Tiere gesehen und bin froh, dass es Leute gibt die sich dieser mit einer Wahnsinns Hingabe widmen.

Jetzt habe ich noch eine Ortschaft für Euch, die es lohnt zu besuchen.

 Monstiers-Sainte-Marie ( ist ein Bergdorf, welches mit vielen Wanderwegen dienen kann und einem super leckerem Eis. Die Eisdiele dazu ist an der Hauptstraße direkt in einer Kurve. Kann man nicht verfehlen. Sitzplätze sind allerdings nicht vorhanden. Denn hier gilt das Wörtchen “To-Go”. Zudem liegt der Ort direkt im Naturschutzgebiet “Parc naturel regional du Verdon”) was die Wanderer unter Euch wieder freuen dürfte. Parkplätze findet Ihr für diesen verhältnismäßigen kleinen Ort reichlich. Zwar manchmal recht ungünstig in einer Kurve am Berg gelegen aber immerhin kostenfrei.

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Im nächsten Reisebericht werde ich Euch dann etwas über die ach so tollen Städte wie Monaco, Nizza und St. Tropez erzählen die unter anderem auf unserer Liste standen und über den wohl schönsten Flecken Erde den ich gesehen habe.

Jetzt aber würde mich schon interessieren ob auch Ihr bereits in der südlichen Provence / Cote dÀur Urlaub gemacht habt und wenn ja, welche Dörfer und auch Städte am besten gefallen haben.

* plussize – crush *

 

co/ in cooperation with homair