Hallo Ihr Lieben,

heute gibt es eine kleine Bilderflut aus Venedig.

Wie Ihr auf Instagram schon sehen konntet, haben mein Mann und ich ein verlängertes Wochenende in Venedig verbracht. Lange hat es gedauert bis ich der Lagunen Stadt wieder einen Besuch abgestattet hatte und was soll ich sagen, die Stadt hat für mich nach all den Jahren keine einzige Faser ihres Charmes verloren. Im Gegenteil, dieses Mal habe ich die Stadt sogar noch etwas intensiver erlebt. DSC_0324

Schon vor einiger Zeit hatte ich meinen Mann angedroht zum Februar hin mit einen unserer Busunternehmen nach Venedig zu reisen. Ich wollte unbedingt das bunte und königliche Treiben des Karnevals einfangen. Aber wie das immer so ist, machte mir auch dieses Jahr zum ausgesuchten Zeitpunkt die Arbeit einen Strich durch die Rechnung. So saß ich traurig darüber an einem Abend zuhause und klagte mehr oder weniger meiner besseren Hälfte das Leid.

Irgendwie muss ich ihm dann leid getan haben und so machte er mir den Vorschlag, dass wir doch unter der Woche für zwei/drei Tage nach Venedig reisen könnten. So käme ich endlich wieder in den Genuss von Stadt, Karneval und purer Lebenslust. So etwas braucht man mir ja bekanntlich nicht zwei mal sagen und so buchte ich kurzerhand ein Hotelzimmer und legte meiner Chefin die beiden Tage Urlaub nahe. Gott sei Dank, ist dass bei uns kein Problem und auch mein Mann hat hier mehr als Glück wenn es um spontane Urlaubsplanung geht.

Die Autofahrt konnte also ohne Probleme starten und in knappen 6,5 Stunden hatte uns die Lagunen Stadt für ganze 48 Tage an der Backe.

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Ein Mee(h)r aus Masken und atemberaubender Roben

Venedig ist wie gesagt eine der schönsten Städte die für mich einen ganz besonderen Charakter ausstrahlen. Am besten fängt man diesen im Februar ein, wenn sich die Menschen in unglaublich tolle und herrschaftliche Maskenwesen verwandeln. Der Karneval in Venedig ist neben Florenz und Rom mit nichts zu vergleichen und zählt für mich seit jeher zu einem der schönsten Feste. Ausgehend von den italienischen Fürstenhöfen, entwickelte sich dies im Spätmittelalter zu einem immer prunkvolleren Treiben welches geschichtlich gesehen ab dem 6. Januar in der Stadt Einzug hielt.

Bis Aschermittwoch geht dann ein großes und frohes Fest hervor, welches Menschen aus aller Herrenländer lockt. Den Startschuss, gibt es im Hier und Jetzt durch den Engelsflug ca. 10 Tage vor Aschermittwoch.

Was das Heute betrifft, so finden sich in den Kostümen nicht nur mehr Venezianer sondern Leute aus ganz Europa die sich sowohl um den Markusplatz und darüber hinaus in einem Mee(h)r aus Tüll und Seide künstlerisch darbieten. Entsprechend dieser Tatsache, finden sich unzählige Fotografen in den Gassen um die besten Kostüme zu fotografieren. Und auch ich habe mich dort eingereiht und bin so zu sagen auf Jagd gegangen. Zwar teils etwas schüchtern und aus dem Hinterhalt aber immerhin. Einen kleinen Auszug der schönsten Masken & Kostüme habe ich Euch in diesen Beitrag gepackt.

Vielleicht wollt Ihr mir zum Schluß des Artikels Eure Lieblings Verkleidung in die Kommentare schreiben.

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Aber Venedig kann auch anders. Neben all den Trubel rund um den Karneval findet Ihr immer Ecken und Plätze die nicht von Touristen überlaufen sind. Im Gegenteil, hier findet Ihr Ruhe und könnt die “alte” Stadt mit allen Sinnen auf Euch wirken lassen. Am besten dazu, zieht Ihr Euch bequeme Schuhe an und lauft so weit euch diese tragen.

Was die Reisezeit betrifft, so bin ich bedingt durch den Karneval im Februar unterwegs. Würde Euch aber diese Zeit empfehlen, da ich bis jetzt immer Glück mit dem Wetter hatte. Neben Nachmittage an denen wir mit T-Shirt die Stadt erkunden konnten, gab es immer milde Temperaturen und Sonne pur. Letztendlich aber muss das jeder für sich selbst entscheiden.

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Preise & Wissenswertes

Wie wir alle wissen, ist der Cappuccino rund um den Markusplatz nicht gerade der Günstigste. Auch zahlt Ihr mit dem Stuhl unter Eurem Hintern mehr für diesen als an der Theke des Cafès. Wer aber dem Feeling und der Tradition folgen möchte, kommt um einen Besuch im Caffe Florian nicht herum. Dieses wurde 1720 unter den Arkaden der Procuratie Nuove eröffnet und begrüßt seine Gäste heute noch mit dem Original Charm von damals.

Aber auch in den vielen Gassen der Stadt lassen sich tolle und wunderbare Cafès finden. Also einfach mal nach Links und Rechts ausweichen und sich überraschen lassen. Wer statt braunen Bohnen lieber etwas festes im Magen haben möchte, darf sich gerne mal die folgenden Restaurants genauer anschauen.


Osteria Ai Promessi Sposi – multi cuisine

Luna Sentada – asiatisch/venezianische Küche


Diese haben wir jetzt zwar nicht besucht, haben da aber schon einiges drüber gelesen und auch gesagt bekommen. Also wenn Ihr mal in Venedig seit oder schon wart und die beiden Adressen kennt, dann her mit dem Feedback. Bin gespannt was Ihr dazu sagt.

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wie zu Fuß so zu Wasser

Wie man bekanntlich weiß, muss die Stadt über unzählige Brücken zu Fuß erkundet werden. Ein Auto sucht man hier vergebens. Wer allerdings nicht ganz so viele Kilometer mit den eigenen Füßen runter reißen möchte, darf sich gerne eine der vielen Gondeln genehmigen. Aber Vorsicht, hier werdet Ihr schnell zwischen 80 und 100 Euro los. Aber auch die vielen Wasser Taxen warten an jeder Ecke auf Euch und die restlichen Touristen. Hier bitte immer erst vergleichen, feilschen und dann einsteigen. Denn gefühlt jeder Italiener hat seinen eigenen Preis und macht für Touristen schon einmal einen Spezialpreis *dies versteht sich jetzt mit einem Augenzwinkern* so werden für Einheimische die sich dann doch als Deutsche entpuppen aus 2 Euro mal eben über die Sekunde 10 Euro p.P.

Im Notfall also immer für den Angeklagten und gelaufen bis die Füße bluten. 

Die Anreise selbst, ist ganz einfach. Entweder mit dem Auto und direkt in eines der wenigen und überteuerten Parkhäuser oder mit dem Flieger und/oder dem Zug. Natürlich geht es auch noch eine Nummer größer und so könnte man im Rahmen einer Mittelmeer Kreuzfahrt die Stadt auch via der Aida und Co. besuchen. Aber bleiben wir mal auf dem Boden der Tatsachen und fahren mit dem Auto. Da unser Ausgangspunkt hierfür in Bayern liegt, ist die Anreise in knapp 6,5 Stunden geschafft. Ohne auch nur einen Cent für die Autobahngebühr in Österreich zu berappen haben wir nur die Gebühren in Italien die mit round about 36 Euro noch im Grünen Bereich liegen. Was die Überfahrt von Venedig nach Lido mit der Autofähre (Linie 17) betrifft, so müsst Ihr hier mit 20,00 Euro für das Auto rechnen, plus die Personen die sich darin befinden. Hier gibt es dann von 1 Tages Tickets bis 3 Tage und mehr alles zu kaufen was der Geldbeutel hergibt.

Wassertaxi & Fähre – Dein ständiger Begleiter

Von Lido aus zurück nach Venedig ohne Auto seit Ihr in knapp 25 Minuten wieder über das Wasser und müsst pro Person ca. 20 Euro rechnen für ein 24 Stunden Ticket. Hier könnt Ihr allerdings alle Fähren und Schiffe der Flotte/Verkehrsanbieter nutzen. Die Linie 1 bringt Euch dabei direkt zum Markusplatz.

Mehr haben wir jetzt nicht genutzt bzw. haben wir uns damit auch nicht weiter beschäftigt da der Aufenthalt ja eher von kurzer Dauer war. Und entsprechend wollte ich nur das Treiben in Venedig sehen.

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Alles in Allem waren es wunderschöne 48 Stunden die mich teils zu Tränen gerührt haben. Denn die Masken, die Kostüme zu sehen hat mich für einen Moment komplett aus der Bahn geworfen und mich positiv in eine andere Welt tauchen lassen. Ich finde alleine dafür hat sich der Trip schon gelohnt und ich bin gespannt wie lange es wieder dauert bis mich der Weg wieder in die Lagunen Stadt führt. Vielleicht dann für länger?!


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* plussize – crush *