2018 : Revue passieren und auf das Wesentliche blicken

anders als sonst fange ich gleich mit dem Text und den dazugehörigen Gedanken zum Jahr 2018 an. Weihnachten und die Tage davor und danach, animieren stark das Geschehene zu reflektieren. Ob wir das dabei wollen oder nicht, es passiert ganz automatisch und von alleine. In einer stillen Sekunde, die wir uns zwischen dem Geschenke Kauf und dem Kaffee am Morgen unbewusst freischaufeln. Wir fangen an uns, das Leben, den Beruf und alles was dazugehört wie eine Videokassette abzuspielen. 

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„2018 – Mein Jahr, Dein Jahr, ein Jahr : einfach mal Revue passieren lassen und auf das Wesentliche blicken“

Während einige voller Stolz auf das Berufliche zurückblicken, gibt es auch solche die Privat den Jackpot für sich gezogen haben. Aber über die möchte ich gar nicht weiter reden. Die gehen Ihren Weg alleine und können das recht gut, scheinbar. Der Erfolg lässt es nicht leugnen und wir können daran auf den Social Media Kanälen täglich live dabei sein.

Was aber ist mit den Menschen, denen das Schicksal nicht den goldenen Teller im Jahr 2018 griffbereit auf den Nachttisch gestellt hat. Was ist mit den Menschen, die jemanden oder alles verloren haben. War das Jahr für diese Personen erfolgreich? Können diese Menschen stolz sein?!

Ich weis es ehrlich gesagt nicht. Ich sitze hier und mache mir mehr Gedanken über andere, über Menschen denen es nicht so gut geht. Die vielleicht kein warmes Dach über dem Kopf haben oder sich gerade über das Weihnachtsessen auslassen und Rezepte wälzen. Die sich zum Mitte eines Monats schon das Loch im Geldbeutel anschauen und sich fragen, was esse ich/ was essen wir den restlichen Monat überhaupt noch. Und das gibt es nicht nur außerhalb unserer Grenzen, nein auch in Deutschland.

Und genau da, sollten wir anfangen nachzudenken. Pfeif auf die 10.te Tasche, die wir uns den Monat gekauft haben oder das 3. Paar Designer Sneaker. All diese Dinge sind so unwichtig, so fern. Wenn es Menschen wie Du und ich gibt, denen es schlecht geht. Die an heilig Abend vielleicht draußen schlafen und frieren. Die keine Kuscheldecke haben und sich nur an den Gedanken daran, an die Illusion klammern einer schönen und besinnlichen Weihnacht.

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Ich habe in meiner Vergangenheit viel gesehen und erlebt. Gerade um den besagten Jahreswechsel. Manches Schicksal dabei, holt mich dann gerade in einer ruhigen Minuten ein und zeigt mir wie schön ich es doch habe. Neben ein paar kleinen Wehwehchen und einer inneren Unzufriedenheit für die ich selbst etwas kann, geht es mir und meiner Familie gut. Ich muss mir keine Gedanken machen, ob ich es am Abend warm habe. Ich nehme es im Gegenteil als selbstverständlich hin, wenn ich den Knopf der Heizung eine Stufe höher stelle.

Ich glaube das vergessen wir manchmal nur zu oft. Wir fangen an über den kleinsten Mist wie Ziegen zu meckern. Wir schnaufen den ach so nervigen Arbeitstag mit einer Miene hinweg um zum Feierabend hin über den Chef, die Kollegin zu lästern. Leute mal ehrlich, dass ist nichts was uns wie die Titanic versinken lassen kann. Ich würde behaupten, es sind Luxusprobleme.

Das ist nichts im Vergleich zu einer Mutter und einem Vater, die um das Leben Ihres Babys bangen. Die evtl. kurz zu Weihnachten dem Fest der Liebe und der Geburt Christi, Ihr eigenes Kind zu Grabe tragen müssen.

Es ist nichts im Vergleich zu einer Familie deren Familienvater sich in der Früh verabschiedet und sich statt zur Arbeit auf eine noch weitere Reise macht. Nämlich einer Reise von der dieser nie zurückkommen wird.

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Was ich damit sagen möchte, lasst das Jahr 2018 gut und gerne Revue passieren. Versucht aber bitte nicht jede einzelne Faser die gerade nicht nach Plan läuft für etwas schuldig zu machen, was absolut unwichtig ist. Es gibt auf dieser Welt schlimmeres, welches man nicht verhindern kann und welches in jeder Sekunde egal wo auf diesem Planeten geschieht.

Also ärgert Euch nicht, dass Ihr es dieses Jahr wieder einmal nicht geschafft habt die neuste Chanel unter dem Baum in Empfang zu nehmen, den gefühlt 100.sten Urlaub in einem Luxus Resort gebucht zu haben. Freut Euch und lasst die Monate Revue passieren, an denen Ihr gesund durch das Leben mit Euren Liebsten gelaufen seid. In den Monaten in denen Ihr vor Freude gelacht habt, die Natur/ unseren Planeten in vollen Zügen genießen konntet und Ihr im Hinterkopf den Gedanken an Familie und Freunde hattet. Ich finde das ist viel wichtiger und so viel mehr wert als alles andere. Ich kann, ich darf dieses Jahr wieder mit meinen Liebsten verbringen und mich nach dem Essen einfach nur unbeschwert in die Kissen fallen lassen. Andere können das nicht in 2018, vielleicht auch in 2019 nicht, vielleicht nie. Also lassen wir unsere negativen Vibes einfach mal weg und schenken den Mitmenschen egal ob klein und groß, ob dick oder dünn ein Lächeln von Herzen. Helfen mit kleinen Gesten einander und machen Weihnachten für einen anderen in dieser Sekunde wieder etwas greifbarer.

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Rückblickend, kann ich sagen im Großen und Ganzen ist es schwer über seinen Schatten zu springen. Wenn man dies aber gemacht, gewagt hat kommt der Rest von alleine. Karma und so, Ihr wisst was ich meine.

Jetzt aber genug von mir und den Gedanken die gerade im Kopf Leoparden Spur fahren. Was ich damit sagen möchte, ich wünsche allen da draußen das beste Weihnachten was nur möglich ist. Jeder verdient es.

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* plussize – crush *

 

Bildrechte liegen bei mir, da ich als Fotograf agiert habe.